Die wichtigsten Erkenntnisse vom K:SGP 2026
Generiert von Klaviyo AI
Das K:SGP zeigte, wie KI, verlässliche Kundendaten und kanalübergreifende Personalisierung bessere Kundenbeziehungen ermöglichen. Praxisbeispiele von FILA, Plaud, Dermalogica, Saturday Club und Castlery verdeutlichten, wie Marken KI schrittweise in relevante Workflows integrieren.
- KI im Einkauf: 81 % der Verbraucher*innen in Singapur wollen in der Feiertagssaison mithilfe von KI einkaufen.
- Vom Ausführen zum Anleiten: Marketer*innen sollen Ergebnisse, Kontext und Leitplanken festlegen, während KI-Agenten die Arbeit ausführen.
- Saubere Datenbasis: Einheitlich definierte Identitäten, Attribute und Einwilligungen sind die Grundlage für relevante KI-Anwendungen.
- Relevante Kanäle: Eine einheitliche Kundensicht und Kanal-Affinität helfen, jede Person über den passenden Kanal zu erreichen.
150 B2C-Marketer*innen aus ganz Asien verbrachten den Dienstagnachmittag beim K:SGP, der ersten Veranstaltung von Klaviyo in Singapur. Die Veranstaltung wurde speziell für den hochwertigen Austausch auf Augenhöhe ins Leben gerufen, den es so nur im echten Leben gibt.
Der Raum war voll von Marketing-Manager*innen, E-Commerce-Führungskräften, CRM-Verantwortlichen, Gründer*innen und CX-Verantwortlichen aus Singapur, Japan, Korea, China, Hongkong und Südostasien sowie den Agenturen und Technologie-Partnern, die mit ihnen zusammenarbeiten.
Eine Idee tauchte in den Gesprächen immer wieder auf: Die meisten Marken nutzen KI, um ihre To-do-Listen schneller abzuarbeiten. Diejenigen, die sich von der Masse absetzen, nutzen KI jedoch für echte Verbesserungen für ihre Kund*innen. Das bedeutet weniger irrelevante Nachrichten, schnellere Antworten und gemerkte vorangegangene Käufe.
Hier sind die wichtigsten Highlights für deinen Arbeitsalltag:
Your shoppers are already using AI
Brian Kealey, Managing Director bei Klaviyo für Asien-Pazifik und Japan, legte die Gründe für die Investionen von Klaviyo in die Region dar und erläuterte, was Käufer*innen dort bereits tun:
- Laut dem Bericht „Shoppingtrends zu den Feiertagen 2026“ von Klaviyo, für den 6.750 Käufer*innen in 8 Märkten befragt wurden, haben 76 % der Verbraucher*innen in Singapur bereits KI genutzt, um Produkte zu finden oder zu kaufen.
- Im selben Bericht wird erläutert, dass 81 % der Verbraucher*innen in Singapur in dieser Feiertagssaison mithilfe von KI einzukaufen wollen – der höchste Wert unter den 8 untersuchten Märkten, vor Australien, Frankreich, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA.
Vor diesem Hintergrund hat Klaviyo im August seine Asien-Zentrale in Singapur eröffnet. Zum Team hat inzwischen mehr als 150 Mitglieder, die im gesamten Raum Asien-Pazifik und in Japan arbeiten, und es ist geplant, etwa 30 weitere aufzunehmen. Der Grund dafür ist – wie Kealey betonte –, dass eine Entscheidung für eine Marke in Bangkok, Tokio oder Manila auch in dieser Zeitzone getroffen werden sollte: von Menschen, die in der Region leben und arbeiten, gemeinsam mit Partnern, denen diese Marken bereits vertrauen.
AI is changing how brands work, not their goals
In einem Fireside Chat mit Kealey sprach Ed Hallen, Mitgründer und Chief Strategy Officer von Klaviyo, darüber, warum er und Andrew Bialecki Klaviyo 2012 gegründet haben, was konstant geblieben ist, während das Unternehmen gewachsen ist, und wie KI die Art verändert, wie Marken Beziehungen zu Kund*innen aufbauen. KI verändert vielleicht fast die gesamte Arbeitsweise von Unternehmen, aber das Ziel ist nach wie vor dasselbe: bessere Kundenbeziehungen.
Anschließend kam Jamie Domenici, Chief Marketing Officer von Klaviyo, auf die Bühne. Er zeigte, wie dies im Einzelnen für Marketer*innen aussieht: Klaviyo, das autonome CRM für B2C, in dem Echtzeit-Kundendaten, Analysen und KI-Agenten zusammenwirken, damit Teams sich auf Ergebnisse statt auf operative Abläufe konzentrieren können.
Domenici vertritt die Ansicht, dass KI schneller agiert als die meisten Teams. Sie erläuterte ein 5-stufiges Reifegradmodell: vom Experimentieren über die KI-Anwendung auf einzelne Aufgaben bis hin zu KI-gestützten Workflows, zu neu gestalteten Prozessen und schließlich zu einem wirklich KI-nativen Zustand, in dem KI selbst die Workflows ausführt. Sie forderte Marketer*innen auf, vom Ausführen zum Anleiten überzugehen. Du legst das Ergebnis, den Kontext und die Leitplanken fest, und ein KI-Agent erledigt die Arbeit, die du nur noch überprüfst.

Du könntest zum Beispiel Composer, den KI-Marketingagenten von Klaviyo, auffordern, die Performance von Kampagnen und Flows der letzten 90 Tage zu analysieren. Composer erstellt Benchmarks für jedes Programm, spürt die Lücken auf und priorisiert die 3 wichtigsten Optimierungen, die du vor jeder Neuentwicklung genehmigen kannst. Die integrierten Leitplanken von Composer überlassen dir die Kontrolle: Nichts geht ohne menschliche Freigabe live.
Um zu zeigen, wie das 5-stufige Reifegradmodell in der Praxis aussieht, holte Domenici Ying Tze Her, Chief Operating Officer von Saturday Club, auf die Bühne. Sie sprachen über die Erfahrungen mit der Arbeit mit diesen Tools. Alles begann mit der Nutzung von ChatGPT zum Erkennen grammatikalischer Fehler in E-Mails. Von dort aus ging das Unternehmen zu komplexeren Workflows über, wie etwa Lokalisierung und Personalisierung und schließlich dazu, das Kundenerlebnis zu verbessern. So sieht das Reifegradmodell im echten Leben aus: Fang klein an und baue KI dann in die Workflows ein, die wichtig sind.
How real brands are using AI to build better customer relationships
Paul Mah, Journalist und Berater, moderierte ein Expertengespräch mit Sangun Jung, Direct to Consumer-Marketing-Spezialist bei FILA, Steven Angkasaputera, Leiter für Nutzerkommunikation und Community bei Plaud, und Tanya Mar, E-Commerce- und Digitalmarketing-Managerin bei Dermalogica.

Zentrale Themen:
- Käufer*innen fragen die KI, bevor sie dich fragen. Laut Angkasaputera stellen die Menschen jetzt ChatGPT und Claude Fragen wie „Welche Notiz-App sollte ich kaufen?“ und Empfehlungen erhalten, die aus mehreren Quellen zusammengestellt werden. Plaud gestaltet seine Website so, dass sie für KI leicht zu crawlen ist, und es gibt Kund*innen, die das Produkt über Reddit-Threads finden. Das bedeutet, dass E-Mail nicht mehr der erste Touchpoint ist und dass Bewertungen und Kundenfeedback wichtiger sind als je zuvor. Jung stimmte zu, dass Marketer*innen kontrollieren müssen, was sie kontrollieren können – und das ist ihre Website. Das FILA-Team setzt auf mehr Text und relevantere Anwendungsfälle, damit die Unternehmenswebsite zu einer primären Informationsquelle wird, und konzentriert sich auf die Optimierung für Antwort-Suchmaschinen – die KI-Tools, die Käufer*innen eine direkte Antwort statt einer Liste von Links liefern.
- KI ermöglicht 1:1-Personalisierung in großem Maßstab: Mar sprach über das Face-Mapping-Tool von Dermalogics, bei dem Kund*innen auf der Website ein Selfie machen und anschließend eine personalisierte Hautpflegeroutine erhalten. Die Marke nutzt diese Zero-Party-Daten, um ihr Marketing persönlicher zu gestalten. Laut Angkasaputera geht Plaud noch weiter: Jede Nachricht wird passend zur Lebensphase einer Person verfasst – mit so vielen Personas, dass jede*r im Raum eine andere E-Mail bekommt.
- Saubere Daten an erster Stelle: Eine Studie von Klaviyo mit Forrester [EN] hat gezeigt, dass B2C-Marketer*innen in einer einzelnen Kampagne durchschnittlich 25 Marketing-Tools nutzen – und dass Tool-Wildwuchs die Kosten um bis zu 26 % pro Jahr erhöhen kann. Angkasaputera beschrieb, wie Plaud für Datenrelevanz sorgt: Das Team löst eine Kampagnenprüfung aus, wenn Kund*innen einen wichtigen Onboarding-Meilenstein erreichen, z. B. die Erstanmeldung in der App oder das Abschließen der Einrichtung. Das Team prüft dann die Metadaten, nicht die Inhalte von Unterhaltungen, und speist sie wieder in Klaviyo ein.
- Bei knappen Budgets muss sich KI ihre Berechtigung verdienen: Mah drückte es so aus: „Die Tage der Blankoschecks sind vorbei.“ Von Marketer*innen wird verlangt, dass sie jeden Cent rechtfertigen, und sie setzen auf KI, um Reibung zu reduzieren und mehr Gewinn zu erzielen. Der Bericht von Klaviyo „Shoppingtrends zu den Feiertagen 2026“ untermauert das: 58 % der Verbraucher*innen teilen bereitwillig mehr persönliche Daten, um im Gegenzug relevantes Marketing zu erhalten.
Bevor du ins Handeln kommst, prüfe deine Daten, bevor du der KI weitere Aufgaben überträgst. Liste jedes Tool auf, das mit einem Kundenprofil in Kontakt kommt. Stelle anschließend sicher, dass Identität, Attribute und Einwilligung überall auf die gleiche Weise definiert sind.
Suchst du nach mehr? Plaud hat die gesamte Podiumsdiskussion an diesem Tag aufgezeichnet, transkribiert und zusammengefasst. Sieh dir hier die vollständige Transkription an.
The Klaviyo roadmap: what's shipping and what's next
Gil Hsu, Product Lead für Composer bei Klaviyo, und Nik Hendel, Solution Engineer bei Klaviyo, führten das Publikum in 4 Schritten durch die Klaviyo-Roadmap:
- KI-Agenten: Composer wird mit SQL-Unterstützung proaktiver und flexibler: Du kannst Fragen zu deinen eigenen Daten in natürlicher Sprache stellen, du erhältst Quellenangaben, sodass du sehen kannst, woher eine Antwort stammt, es gibt benutzerdefinierte Skills und geplante und wiederkehrende Aufgaben sowie MCP-Connectors, die Kontext aus deinen anderen Tools einbringen. Der Customer Agent ist der KI-Agent von Klaviyo für den Kundensupport und bearbeitet Serviceunterhaltungen über E-Mail, Web-Chat, Textnachrichten und WhatsApp, nutzt dieselben Kundenprofile wie dein Marketing und ermöglicht es dir, deine eigenen Skills zu erstellen, indem du beschreibst, was du möchtest.
- Daten: Vieles spricht für SQL: Frag zum Beispiel: „Umsatz im letzten Quartal?“, und es gibt mehrere richtige Antworten – je nach Metrik, Steuern, Rückerstattungen und Datumsbereich. Eine gemeinsame Definition sorgt für konsistente Antworten, und du kannst genau sehen, wie jede einzelne berechnet wird. Das Panel kam immer wieder zum selben Punkt: KI ist nur so nützlich wie die zugrunde liegenden Daten.
- Omnichannel-Marketing: Jeder Kanal hat eine Aufgabe. E-Mail sorgt für Umsatz, Textnachrichten beschleunigen die Conversion, WhatsApp übernimmt Conversational Commerce, Push-Benachrichtigungen stärken die Kundenbindung und Social Media bringt neue Kund*innen. Die Kanal-Affinität ist live und sagt vorher, wo jede*jeder Abonnent*in am ehesten als Nächstes interagiert, und legt den Schwerpunkt darauf. Das gilt auch für RCS mit Rich Media, Geofencing-Push für mobile Apps und automatische Antworten für Social Media.
- Personalization: Hsu und Hendel beschreiben Personalization als 4 Entscheidungen: wer die Nachricht bekommt, was diese Person sieht, wann die Nchricht ankommt und wo. Klaviyo ermöglicht es dir, diese Entscheidungen ganz individuell anzupassen – mit Personalized Send Time in Kampagnen, Audience Optimization, Next Best Product, mehreren RFM-Modellen und bald noch mehr.
Behind the brand: how Castlery built loyalty in a category people buy from once every few years
Kristina Radosevic, Director of Customer Success bei Klaviyo, setzte sich mit Leah Howatson, General Manager, International Markets bei Castlery, zu einem Fireside Chat zusammen.
Castlery, seit mehr als 5 Jahren Klaviyo-Kunde, hat sein erstes Jahrzehnt damit verbracht, sich darauf zu konzentrieren, neue Kund*innen zu gewinnen. Der in Singapur gegründete Möbelhändler ist jetzt 12 Jahre alt und ist von einem reinen Online-Unternehmen zu einer echten Omnichannel-Marke in den USA, Europa, Singapur und Australien gewachsen. Inzwischen behandelt das Unternehmen Kundenbindung als Priorität, gleichrangig mit Akquise. Das ist ein eher schwieriges Argument in einer Kategorie, in der derselbe*dieselbe Kund*in vielleicht jahrelang kein Sofa mehr braucht.

Das Marketing-Team von Howatson beginnt mit einer Hypothese und nutzt dann Daten, um sie zu beweisen oder zu widerlegen. Am Anfang steht, was darüber bekannt ist, wie Menschen Möbel kaufen – basierend auf E-Commerce-Daten, Quellen von Drittanbietern, der durchschnittlichen Zeit auf der Verkaufsfläche und sogar Lieferfahrten, die sie begleiten.
Eine Annahme war, dass Erst- und Zweitbestellung zeitlich nah beieinanderliegen und dass Lebensveränderungen Wiederholungskäufe ein paar Monate später auslösen. Eine weitere Annahme war, dass ein Wiederholungszyklus von 7 Jahren in den Zahlen klar zu erkennen sei, aber das Signal war schwächer als erwartet.
Die Daten zeigten, dass Kund*innen sich damit wohlfühlen, manche Kategorien bei einer Marke zu kaufen, die sie noch nicht kennen, bei Kategorien mit höherem Vertrauensbedarf aber warten, bis sie Vertrauen aufgebaut haben. Diese Erkenntnis prägte Castlerys Post-Purchase-Flows, die sich nach dem Verhalten nach Kategorie richten – Teil einer Strategie, die die Kundenbindung priorisiert und die mehr als den 100-fachen ROI auf die Klaviyo-Ausgaben [EN] geliefert hat.
Howatson wies außerdem darauf hin, dass Kundenbindung schwieriger zu finanzieren ist als Akquise. Dafür sind andere Skills, Tools und Dashboards erforderlich, und es dauert länger, bis Ergebnisse sichtbar werden.
Die Verknüpfung zwischen Online und Offline ist genauso wichtig. Stylist*innen im Store können den Warenkorb von Kund*innen, der sich noch in Bearbeitung befindet, in deren Online-Konto übertragen, und ein Flow wird ausgelöst, wenn Kund*innen nicht kaufen. Käufer*innen, die online stöbern, können in einen Shop gehen, und Mitarbeitende können genau das aufrufen, was sie sich angesehen haben. Nehmen wir WhatsApp und Textnachrichten in den USA hinzu, worüber bereits ein zweistelliger Anteil am Umsatz ausgelöst wird, ist der rote Faden ganz deutlich: Loyalität entsteht durch ein konsistentes Erlebnis über alle Kanäle hinweg.
„Composer ist für mich als Führungskraft wirklich hilfreich, weil ich sehr umfassende Fragen stellen kann, für die früher Zeit und ein erfahrenes Analysten-Team nötig waren. Jetzt habe ich alle Informationen immer griffbereit.“
What to take back to work
Am Ende der Veranstaltung sprach Kealey über 3 zentrale Erkenntnisse:
- Deine Käufer*innen sind dir schon einen Schritt voraus: 81 % der Käufer*innen in Singapur planen, in dieser Saison KI zu nutzen, um Geschenke zu kaufen – gegenüber 67 % weltweit. Außerdem bevorzugt es fast die Hälfte, von Marken über einen anderen Kanal als E-Mail zu hören, laut dem Bericht von Klaviyo „Shoppingtrends zu den Feiertagen 2026“. Sie entdecken, entscheiden und chatten bereits auf allen Kanälen. Dein Marketing muss sie dort erreichen.
- Die Daten sind die Strategie. Käufer*innen in Singapur, die KI nutzen, geben 3-mal so viel aus wie Käufer*innen ohne KI. Gleichzeitig möchte laut dem Bericht von Klaviyo „Shoppingtrends zu den Feiertagen 2026“ fast die Hälfte einfach keine irrelevanten Nachrichten erhalten und wie ein*eine loyale*r Kund*in behandelt werden. KI funktioniert nur, wenn deine Zero- und First-Party-Daten gut genug sind, um sie relevant zu machen. Sind sie das?
- Sei relevant, nicht überall: 1:1-Marketing in großem Maßstab, ohne zusätzliches Personal einzustellen, erfordert eine einheitliche Sicht auf jeden*jede Kund*in, KI-Agenten, die entsprechend handeln, und den richtigen Kanal für jede Person.
K:SGP war die erste Veranstaltung dieser Art, wird aber nicht die letzte sein. Asien ist für Klaviyo nicht einfach eine zukünftige Chance. Asien ist eine aktuelle Chance. Wir bedanken uns bei Recustomer, Seel, Global-e, CWILL, Lumo by Little Help Agency und Shopify für ihre Unterstützung bei dieser Veranstaltung und bei allen anderen Teilnehmenden, die die Reise lohnenswert gemacht haben.
Jetzt aktiv werden: Wähle einen bestimmten Punkt in der Kundenbindung aus, den du noch nicht abdeckst, zum Beispiel den zweiten Kauf, und erstelle dafür noch vor dem Höhepunkt der Verkaufssaison einen Flow.
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