Zum Hauptinhalt springen

E-Mail-Automatisierung für Online-Shops: Der ultimative Leitfaden

Martina Wichmann
Lesedauer: 21 Min.
E-Mail-Marketing
27. Juli 2026
Als bevorzugte Quelle festlegen

E-Mail-Automatisierung bedeutet, dass eine E-Mail nicht manuell an eine Gruppe verschickt, sondern automatisch ausgelöst wird, sobald ein Kontakt eine bestimmte Aktion ausführt. Das kann zum Beispiel eine Anmeldung, ein Kauf oder ein abgebrochener Warenkorb sein. Du richtest den automatisierten Flow einmal ein, und er läuft im Hintergrund weiter – individuell für jeden Kontakt und zum Zeitpunkt der jeweiligen Handlung.

Jede Bestellung, jeder abgebrochene Warenkorb, jede Produktansicht hinterlässt dabei eine Datenspur. E-Mail-Automatisierung macht aus diesen Daten konkrete Umsätze: Die richtige Nachricht geht automatisch an die richtige Person, ohne dass dein Team für jeden Versand aktiv werden muss. Dieser Leitfaden zeigt, welche automatisierten Flows du brauchst, worauf es beim Aufbau von E-Mail-Automatisierung ankommt und wie du das richtige Tool wählst.

E-Mail-Automatisierung spart nicht nur Zeit, sondern steigert auch deinen Umsatz

Viele Online-Shops nutzen E-Mail-Automatisierung zunächst, um Zeit beim Versenden von E-Mails zu sparen. Das ist ein guter Grund, aber nicht der größte Vorteil von automatisierten Flows. Die eigentliche Stärke liegt im Umsatzwachstum: Neukund*innen zu gewinnen kostet laut Harvard Business Review fünf bis fünfundzwanzig Mal mehr, als Bestandskund*innen zu halten. Gleichzeitig zeigt der Shopify Ecommerce Retention Benchmark Report, dass Stammkund*innen zwar nur 21 % der Käuferschaft ausmachen, aber 44 % des Umsatzes und 46 % aller Bestellungen generieren.

Automatisierte Flows sind eine sehr gute Methode, Bestandskund*innen zu pflegen, weil sie auf echtes Verhalten reagieren und entsprechend immer relevant sind. Das Ergebnis: Sie generieren laut den Klaviyo-E-Mail-Marketing-Benchmarks im Schnitt deutlich höhere Öffnungsraten, Klickraten und Bestellraten als Kampagnen, die zu einem festen Zeitpunkt an die komplette Liste geschickt werden.

Zur Übersicht hier eine kurze Definition der Begriffe Flow und Kampagne:

  • Kampagne: Eine Nachricht, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an mehrere Empfänger*innen gleichzeitig verschickt wird (Beispiel: monatlicher Newsletter, saisonale Rabattaktion)
  • Automatisierter Flow: Eine Nachricht, die automatisch nach einer bestimmten Aktion an eine Einzelperson geschickt wird (Beispiel: Willkommensmail nach Newsletter-Anmeldung)

Wer im automatisierten Marketing zusätzlich zu E-Mail auch auf SMS und WhatsApp setzt, baut eine zusammenhängende, kanalübergreifende Customer Journey auf, in der jeder Touchpoint auf dem vorherigen aufbaut.

Die 5 automatisierten E-Mail-Flows, die jeder Online-Shop braucht

Bevor wir uns die einzelnen Flows anschauen, zunächst einmal eine Übersicht der umsatzstärksten Momente für E-Mail-Automatisierung:

Flow

Auslöser

Primäres Ziel

Welcome-Flow

Bestätigte Newsletter-Anmeldung

Marke vorstellen, zum Erstkauf inspirieren

Warenkorbabbruch-Flow

Artikel befindet sich eine bestimmte Zeit im Warenkorb, ohne dass der Bestellvorgang abgeschlossen wurde

Kund*innen zum Abschluss der Bestellung inspirieren

Post-Purchase-Flow

Kaufabschluss

Wiederkauf, Cross-Selling, Bewertung

Rückgewinnungs-Flow

Definierter Zeitraum ohne Kauf

Rückgewinnung von inaktiven Kund*innen

Personalisierungs-Flows

Geburtstag, Lagerbestand, Engagement

Bindung durch relevante Einzelkommunikation

DSGVO-konformes Double-Opt-in als Basis für E-Mail-Automatisierung

In Deutschland ist das Double-Opt-in-Verfahren im E-Mail-Marketing die etablierte Best Practice. Erst wenn ein Kontakt seine Anmeldung aktiv per Klick in einer Bestätigungsmail bestätigt hat, darf Marketing-Kommunikation starten.

Das hat einen praktischen Vorteil, der über die Compliance hinausgeht: Wer einen zweistufigen Anmeldeprozess durchläuft, ist tatsächlich interessiert. Eine sauber aufgebaute Liste mit validierten Kontakten performt besser als eine große Liste mit ungeklärtem Einwilligungsstatus.

Klaviyo bietet für den deutschen Markt native Double-Opt-in-Einstellungen, eine automatische Bestätigungsmail und einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) als Standard. Mehr zu den technischen DSGVO-Anforderungen für E-Mail-Automatisierungen findest du im Artikel Klaviyo und die DSGVO.

Der Welcome-Flow

Der Welcome-Flow ist der erste automatisierte Kontaktpunkt nach der Newsletter-Anmeldung und oft der umsatzstärkste Flow überhaupt, weil das Interesse zu diesem Zeitpunkt besonders hoch ist.

A screenshot of an email marketing automation flow editor, displaying a flowchart with welcome emails and a waiting period, alongside a preview of one path of the flow in German.
Beispiel für die Vorschau eines vorkonfigurierten Welcome-Flows in Klaviyo.

Wie wird der Flow ausgelöst?

Der Auslöser ist das Ereignis „Jemand abonniert eine Liste“. Konkret ist es der Moment, in dem ein Kontakt den Double-Opt-in-Link klickt und damit aktiv in die Liste aufgenommen wird. In Klaviyo wählst du beim Anlegen des Flows diesen Auslöser aus und verknüpfst ihn mit deiner Newsletter-Liste. Ab diesem Moment läuft der Flow für jeden neuen Kontakt automatisch.

Wie richtet man ihn ein?

In Klaviyo navigierst du zu Flows → Flow erstellen → Welcome-Serie. Hier findest du vorkonfigurierte Welcome-Flows, die du ganz einfach für dein Unternehmen anpassen kannst. Wichtig: Richte in den Flow-Filtern einen Filter ein („Hat noch keine Bestellung aufgegeben = true“), damit Kund*innen, die sofort nach der Anmeldung kaufen, nicht unnötig den Willkommensrabatt erhalten. Mehr zur Einrichtung findest du in unserem Leitfaden zur Willkommensmail.

Was sollte die E-Mail enthalten?

Die erste E-Mail im Welcome-Flow sollte die Marke vorstellen, das Versprechen aus dem Anmeldeformular einlösen (z. B. den versprochenen Rabattcode) und einen klaren nächsten Schritt anbieten. Vermeide es, deine neuen Abonnent*innen mit zu viel Informationen zu überfordern. Statt einer einzigen E-Mail kannst du gerne einen mehrstufigen Welcome-Flow versenden. Das ist in der Regel effektiver. Ein Flow gibt dir die Möglichkeit, über mehrere E-Mails hinweg Vertrauen aufzubauen.

So kann ein Welcome-Flow zum Beispiel aussehen:

  • E-Mail 1 (sofort): Begrüßung, Markenversprechen, Rabattcode oder versprochenes Incentive
  • E-Mail 2 (Tag 2–3): Bestseller oder Sortimentsüberblick, Fokus auf den Mehrwert des Produkts
  • E-Mail 3 (Tag 5–7): Social Proof — Kundenstimmen, Bewertungen, UGC-Content
  • E-Mail 4 (Tag 9–10, optional): Erinnerung an den Rabattcode, falls noch kein Kauf erfolgt ist — mit leichter Dringlichkeit
  • Bedingter Split nach E-Mail 1: Wer bereits gekauft hat, verlässt den Flow und wechselt in den Post-Purchase-Flow
More Nutrition achieved 302% more orders, 269% more revenue, and 39% higher click-through rate through an improved Welcome Flow.

Klaviyo-Erfolgsstory:

Die deutsche Supplement-Marke More Nutrition steigerte die Bestellungen mit einem überarbeiteten Welcome-Flow um 302 %. Der Schlüssel: ein klar strukturierter mehrstufiger Flow statt einer einzelnen Willkommensmail. Alle Details findest du in der Erfolgsstory von More Nutrition.

Der Warenkorbabbruch-Flow

Gerade für Online-Shops ist ein Warenkorbabbruch-Flow unverzichtbar – denn laut Baymard Institute werden zwischen 60 und 70 % aller Warenkörbe abgebrochen. Die Klaviyo-Benchmarks zu Warenkorbabbrüchen zeigen, dass die durchschnittliche Conversion-Rate eines Warenkorbabbruch-Flows bei 3,33 % liegt — bei den Top 10 % der Brands bei 7,69 %. So werden zahlreiche Bestellungen allein durch eine zeitlich passende Erinnerung mit den konkreten Produkten aus dem Warenkorb doch noch abgeschlossen.

Wie wird der Flow ausgelöst?

Der Auslöser ist das Ereignis „Bezahlvorgang gestartet“ — also der Moment, in dem ein Kontakt mit dem Checkout-Prozess beginnt, diesen aber nicht abschließt. Klaviyo erkennt den Abbruch automatisch: Wenn nach dem Auslöser-Ereignis innerhalb eines definierten Zeitfensters kein „Bestellung aufgegeben“-Ereignis folgt, startet der Flow automatisch. Zusätzlich lohnt sich ein Browse-Abandonment-Flow als Vorstufe: Dieser greift bereits, wenn ein Kontakt eine Produktseite (mehrfach) besucht hat, ohne etwas in den Warenkorb zu legen. Der Auslöser hier ist „Auf Seite aktiv“ mit angesehener Produkt-URL.

Was sollte die E-Mail enthalten?

Die erste E-Mail zeigt die exakten Produkte aus dem Warenkorb per dynamischem Produktblock, einen klaren CTA zurück zum Checkout und optional einen kurzen Anreiz (kostenloser Versand, Rückgaberecht, Trust-Siegel). Kein Rabatt in der ersten E-Mail — den gibst du erst in der zweiten, falls der Kontakt immer noch nicht gekauft hat.

Eine einzelne E-Mail oder ein ganzer Flow?

Zwei E-Mails sind für Warenkorbabbrüche der Standard. Die erste erinnert neutral an die vergessene Bestellung, die zweite — nach weiteren 24 Stunden — kann einen Rabatt oder ein Social-Proof-Element enthalten. Falls eine Einwilligung für SMS- oder WhatsApp-Marketing vorliegt, kannst du einen dieser Kanäle sehr gut für den Warenkorbabbruch-Flow nutzen, denn die Öffnungsraten sind hier höher als bei E-Mails.

So könnte ein guter Warenkorbabbruch-Flow aussehen:

  • E-Mail 1 (1–4 Std. nach Abbruch): Neutrale Erinnerung, Produkte dynamisch eingebettet, CTA zurück zum Warenkorb
  • E-Mail 2 oder SMS/WhatsApp-Nachricht (24 Std. später): Sozialer Beweis oder Dringlichkeit ("Nur noch X auf Lager"), optional kleiner Rabatt
  • Bedingter Split nach E-Mail 1: Wer gekauft hat, verlässt den Flow sofort
  • Parallel: Browse-Abandonment-Flow für Kontakte, die Produkte angesehen, aber nicht in den Warenkorb gelegt haben

Klaviyo-Erfolgsstory:

Der Berliner Online-Shop für Periodenwäsche The Female Company setzt Klaviyo für über 100 aktive Flows ein. 2024 wurde SMS als zweiter Kanal für hochintensive Momente wie Warenkorbabbrüche hinzugefügt. Das Ergebnis: 45 % des Klaviyo-zugeschriebenen Umsatzes kommen aus automatisierten Flows — bei einem globalen 111-fachen Klaviyo-ROI. Alle Details findest du in der Erfolgsstory von The Female Company.

Der Post-Purchase-Flow

Der Kaufabschluss ist nicht das Ende der Customer Journey. Das Ziel ändert sich lediglich von Neukundenakquise zu Kundenbindung. Mit einem Post-Purchase-Flow steuerst du die User Experience nach dem Kauf: Neben einer automatisierten Bestellbestätigung und Versandbestätigung bieten sich Produkttipps, Cross-Selling-Empfehlungen auf Basis des gekauften Artikels, Aufforderungen zur Produktbewertung und Erinnerungen zur erneuten Bestellung für Konsumgüter an.

Wie wird der Flow ausgelöst?

Der Auslöser ist das Ereignis „Bestellung aufgegeben“. In Klaviyo lässt sich mit einem Auslöser-Filter steuern, ob der Flow nur beim ersten Kauf startet ("Anzahl der Bestellungen = 1") oder bei jeder Bestellung. Für den typischen Post-Purchase-Flow empfiehlt sich der Erstkauf-Filter, damit Stammkund*innen nicht immer wieder dieselbe Sequenz erhalten.

Was sollte die E-Mail enthalten?

Die erste Post-Purchase-E-Mail ist kein weiterer Verkaufsversuch — sie ist eine Bestätigung, dass der Kauf die richtige Entscheidung war. Produkttipps, Anwendungshinweise, ein herzliches Dankeschön. Die Folge-E-Mails können Cross-Selling-Empfehlungen, eine Bewertungsanfrage und — für Konsumgüter — eine Wiederbestellungserinnerung enthalten.

Eine einzelne E-Mail oder ein ganzer Flow?

Ein mehrstufiger Flow ist hier klar die bessere Wahl. Eine einzige E-Mail direkt nach dem Kauf kann nur eine Funktion erfüllen. Ein Flow hingegen verteilt Dankesmail, Produkttipps, Cross-Sell und Bewertungsanfrage über mehrere Wochen — und löst die Wiederbestellungserinnerung genau dann aus, wenn das Produkt verbraucht sein sollte.

So ist ein guter Post-Purchase-Flow aufgebaut:

  • E-Mail 1 (1–2 Tage nach Kauf): Dankeschön, Produkttipps oder Anwendungshinweise, kein Verkaufsdruck
  • E-Mail 2 (7–10 Tage nach Kauf): Cross-Selling-Empfehlungen basierend auf dem gekauften Produkt
  • E-Mail 3 (14–21 Tage nach Kauf): Bewertungsanfrage — erst wenn das Produkt lange genug genutzt wurde
  • E-Mail 4 (produktabhängig): Wiederbestellungserinnerung, ausgelöst auf Basis des durchschnittlichen Nachkaufzyklus
  • Bedingter Split: Produktkategorie oder Bestellwert steuert, welchem Pfad der Kontakt folgt

Der Rückgewinnungs-Flow

Kund*innen, die lange nichts bestellt haben, sind nicht automatisch für immer verloren. Aber der Zeitpunkt des Ansprechens entscheidet darüber, ob eine Reaktivierung noch funktioniert.

Wie wird der Flow ausgelöst?

Der Rückgewinnungs-Flow wird nicht durch eine Aktion, sondern durch Inaktivität ausgelöst. In Klaviyo lässt sich dafür ein zeitbasierter Auslöser verwenden: „Letzte Bestellung vor X Tagen“. Das X ist kein generischer Wert — er sollte auf dem produktspezifischen Wiederkaufzyklus basieren. Wer Pflegeprodukte monatlich kauft, gilt nach 60 Tagen als inaktiv. Wer hochwertige Elektronik kauft, hat einen anderen Rhythmus. Klaviyo Predictive Analytics berechnet den voraussichtlichen nächsten Bestellzeitpunkt für jeden Kontakt individuell und kann diesen Wert direkt als Auslöser für einen Rückgewinnungs-Flow verwenden.

Was sollte die E-Mail enthalten?

Eine Rückgewinnungs-E-Mail sollte nicht klingen wie eine reguläre Werbemail. Sie sollte den Grund für die Kontaktaufnahme benennen (zum Beispiel „Wir vermissen dich.“), einen konkreten Anreiz anbieten und idealerweise auf die letzte Bestellung oder das letzte angesehene Produkt eingehen. Personalisierung ist hier entscheidend: Laut KPMG Customer Experience Excellence Studie 2025 ist Personalisierung der stärkste Hebel für Kundenbindung.

Eine einzelne E-Mail oder ein ganzer Flow?

Zwei bis drei E-Mails kannst du durchaus senden, um Kund*innen zurückzugewinnen. Wenn du es übertreibst, riskierst du allerdings, als Spam wahrgenommen zu werden und die Abmelderate zu erhöhen. Am Ende des Flows empfiehlt sich ein Sunset-Schritt: Kontakte, die auf keine der Rückgewinnungs-E-Mails reagiert haben, werden aus der aktiven Liste entfernt. So schützt du die Zustellbarkeit und hältst die Liste sauber.

So ist ein guter Rückgewinnungs-Flow aufgebaut:

  • E-Mail 1: „Wir vermissen dich“ — persönliche Ansprache, Erinnerung an die Marke, Rabattcode
  • E-Mail 2 (5–7 Tage später): Höherer Rabatt, Produktempfehlung basierend auf früheren Käufen
  • E-Mail 3 (weitere 5–7 Tage später): Letzter Versuch — „Dein Rabatt läuft ab“ mit klarer Frist
  • Sunset-Schritt: Keine Reaktion nach allen E-Mails → Kontakt aus der Marketingliste entfernen oder als inaktiv markieren

Klaviyo-Erfolgsstory:

Die deutsche Food-Marke Oatsome verdoppelte den Umsatz aus der Rückgewinnungsstrategie mit einem mehrstufigen und kanalübergreifenden Flow. Alle Details findest du in der Erfolgsstory von Oatsome.

Weitere personalisierte Flows

Neben den vier wichtigsten Flows gibt es eine Reihe von Auslöser-basierten E-Mails, die auf konkreten Kundendaten basieren und durch ihre Relevanz überdurchschnittliche Öffnungsraten erzielen. Dabei hat jede E-Mail-Automatisierung ihren eigenen datenbasierten Auslöser — ein Datum, ein Lagerbestandsereignis, ein Engagement-Signal oder das Erreichen eines Schwellenwerts. Klaviyo kann alle diese Ereignisse aus den synchronisierten Shop- und Profildaten in Echtzeit erkennen.

Welche Flows lohnen sich?

  • Geburtstags-Flow: Ausgelöst durch das Geburtsdatum im Kundenprofil, mit personalisiertem Gutschein. Der Flow startet automatisch einige Tage vor dem Geburtstag — so hat die Person genug Zeit, das Angebot zu nutzen.
  • Wieder-auf-Lager-Flow: Ausgelöst, wenn ein Produkt, das ein Kontakt angesehen oder per „Benachrichtige mich“-Formular markiert hat, wieder verfügbar ist. Besonders relevant für Produkte mit häufigen Bestandsengpässen.
  • Produktempfehlungen nach dem Kauf: Basierend auf dem Kaufhistorie-Profil werden passende Ergänzungsprodukte automatisch vorgeschlagen — ohne manuelle Kuration, direkt aus dem Produktkatalog in Klaviyo.
  • Engagement-basiertes Lead Nurturing: Kontakte, die E-Mails regelmäßig öffnen, aber noch nicht gekauft haben, erhalten nach einer definierten Zeit eine Lead-Nurturing-Sequenz mit Infos zu den Produkten oder Social Proof.
  • VIP-Segment: Sobald ein Kontakt durch Kaufvolumen oder -häufigkeit ein definiertes Segment erreicht, startet automatisch eine E-Mail mit einem exklusiven Angebot oder einer persönlichen Nachricht.

Mehr dazu, wie du Kundendaten für Personalisierung in Flows und Kampagnen nutzt, findest du in unserem Leitfaden.

Worauf es bei der Wahl des richtigen Tools für E-Mail-Automatisierung ankommt

Bei der Wahl eines Tools für E-Mail-Automatisierung geht es nicht nur um die Entscheidung für eine bestimmte Software – es geht um grundlegende Fragen der Dateninfrastruktur. Nur wenn dein E-Mail-Marketing-Tool richtig mit deinen Kundendaten und der Shopping-Plattform verknüpft ist, können Flows korrekt ausgelöst werden.

Achte bei der Wahl des E-Mail-Automatisierungs-Tools auf folgende Punkte:

  • Native E-Commerce-Integration: Das Tool muss Shop-Daten in Echtzeit synchronisieren — Bestellungen, Produktkatalog, Browsing-Verhalten, Lagerbestand. Andernfalls kannst du keinen sinnvollen Warenkorbabbruch-Flow bauen.
  • Dynamische Segmentierung: Segmente müssen sich in Echtzeit aktualisieren. Kontakte, die eine Auslöserbedingung erfüllen, sollen sofort in den richtigen Flow eintreten — nicht erst nach dem nächsten Datenexport.
  • Personalisierung: Dynamische Inhalte auf Basis von Kaufhistorie, Produktkatalog und Kundenstatus müssen ohne manuelle Kuration funktionieren, um relevant zu sein. Ein Tool ohne diese Fähigkeit schickt allen Empfänger*innen denselben Flow-Inhalt.
  • Omnichannel-Funktionen: E-Mail, SMS und WhatsApp sollten sich innerhalb eines einzigen Flows koordinieren lassen. Kanaltrennung bedeutet Datentrennung — und damit blinde Flecken in der Customer Journey.
  • Reporting auf Flow-Ebene: Öffnungsrate, Klickrate und Conversion-Rate müssen pro einzelner Flow-E-Mail messbar sein, nicht nur auf Kampagnenebene. Ohne diese Granularität lässt sich nicht optimieren.
  • Zustellbarkeit: Gerade im deutschen Markt sind GMX und Web.de strenger als internationale Anbieter. Das Tool muss Bounce-Management, automatisches Suppression-Handling und eine saubere Sender-Infrastruktur mitbringen.
  • DSGVO-Compliance: AVV, Double-Opt-in-Management und sicherer Datentransfer sind Basisanforderungen, die jedes Tool für eine Verwendung in Deutschland mitbringen muss. Ein Tool, das diese nicht systemseitig erfüllt, erzeugt rechtliches Risiko.

Warum Klaviyo die richtige Wahl für deutsche D2C-Brands ist

Klaviyo ist das B2C CRM, das speziell für die E-Commerce-Branche entwickelt wurde: eine Plattform, die Kundendaten, Marketing-Automatisierung, Kundenservice und Auswertungen in einer Umgebung zusammenführt. Klaviyo deckt jeden der oben genannten Auswahlpunkte ab:

  • Native E-Commerce-Integration: Echtzeit-Synchronisierung mit Shopify, WooCommerce, Shopware, Magento und über 350 weiteren Integrationen. Alle Bestell-, Produkt- und Browsing-Daten stehen sofort als Flow-Auslöser zur Verfügung.
  • Dynamische Segmentierung: Segmente aktualisieren sich in Echtzeit ohne Lookback-Limit. Kombinierbar aus Kaufhistorie, Browsing-Verhalten, Engagement-Daten und Predictive-Werten. KI-gestützte Segmente ermöglichen die Erstellung von Segmenten in natürlicher Spracheingabe.
  • Personalisierung: KI für E-Mail-Marketing liefert Betreffzeilen-Optimierung, Smart Send Time und Produktempfehlungen direkt aus den Profildaten. Flows AI generiert Flow-Strukturen per natürlicher Spracheingabe.
  • Omnichannel-Funktionen: E-Mail, SMS, WhatsApp und Push-Benachrichtigungen lassen sich innerhalb eines einzigen Flows koordinieren.
  • Reporting auf Flow-Ebene: Benchmarks und Flow-Dashboards zeigen Öffnungsrate, Klickrate und Conversion Rate pro E-Mail — direkt vergleichbar mit Branchenwerten für den deutschen E-Commerce.
  • Zustellbarkeit: Mit Klaviyo kannst du Bounce-Handling, Profilunterdrückung und Absenderreputation automatisch ganz einfach verwalten. Die Infrastruktur ist auf hohe Zustellbarkeit auch bei deutschen Anbietern wie GMX und Web.de ausgelegt.
  • DSGVO-Compliance: Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist standardmäßig in den AGB enthalten, native Double-Opt-in-Einstellungen und automatisches Einwilligungs-Management sind direkt im Kundenprofil verfügbar.

Klaviyo-Erfolgsstory:

Die deutsche Beauty-Marke Jean&Len erzielte eine um 185 % höhere Öffnungsrate mit einer Engagement-basierten Segmentierungsstrategie. Alle Details findest du in der Erfolgsstory von Jean&Len.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So startest du mit E-Mail-Automatisierung

  • Account erstellen: Melde dich kostenlos bei Klaviyo an — keine Kreditkarte erforderlich.
  • Shopping-Plattform verbinden: Shopify, WooCommerce oder Shopware per nativer Integration in wenigen Minuten anbinden. Kundendaten und Bestellhistorie werden automatisch synchronisiert.
  • Double-Opt-in-Verfahren aktivieren: In den Listeneinstellungen Double-Opt-in einschalten und die Bestätigungs-E-Mail auf Deutsch lokalisieren.
  • Ersten Flow aktivieren: Unter Flows → Flow-Bibliothek die Welcome-Serie auswählen, Texte anpassen und auf Live stellen. Der Flow startet automatisch, sobald der erste Kontakt die Anmeldung bestätigt.
  • Schritt für Schritt ausbauen: Warenkorbabbruch-Flow, Post-Purchase-Flow, Segmentierung — jeder neue Flow baut auf denselben Kundendaten auf.

Melde dich jetzt kostenlos bei Klaviyo an und teste die vorkonfigurierten E-Mail-Automatisierungen für bis zu 250 Kontakte.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen E-Mail-Automatisierung und einem Newsletter?

Newsletter erstellen bedeutet: Du baust eine Kampagne manuell, wählst einen Versandzeitpunkt und schickst sie an eine Empfängergruppe. Ein automatisierter Flow funktioniert anders: Er wird durch das individuelle Verhalten eines Kontakts ausgelöst — einen Kauf, einen Warenkorbabbruch, eine Inaktivitätsphase — und sendet genau dann, wenn der Moment relevant ist. Flows generieren typischerweise deutlich höhere Conversion Rates, weil Zeitpunkt und Inhalt zum Verhalten passen.

Wie viele Flows braucht ein deutscher Online-Shop zum Start?

Ein einziger gut gebauter Welcome-Flow reicht als Anfang. Wenn dieser läuft, deckt die Kombination aus Warenkorbabbruch-Flow, Post-Purchase-Flow und Rückgewinnungs-Flow die umsatzstärksten Momente im Kundenlebenszyklus ab. Ein fortgeschrittenes Setup kann 100 oder mehr Flows umfassen, die du nach und nach aufbauen kannst.


Ist E-Mail-Automatisierung DSGVO-konform in Deutschland?

E-Mail-Automatisierung ist DSGVO-konform, wenn sie auf einem verifizierten Double-Opt-in aufbaut: Jeder Kontakt in der Liste hat seine Einwilligung aktiv per Klick bestätigt, bevor der erste Flow ausgelöst wird. Das eingesetzte Tool muss außerdem einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) anbieten. Klaviyo erfüllt diese Anforderungen für deutsche Unternehmen. Für die rechtliche Einordnung im Einzelfall empfehlen wir rechtliche Beratung.


Martina Wichmann
Martina Wichmann
Martina Wichmann ist eine deutsche Content-Strategin mit über zehn Jahren Erfahrung im Schreiben über und für internationale SaaS-Marken. Sie verfügt außerdem über Erfahrung im Schreiben für die Bereiche Gesundheit und Lifestyle.

Ähnliche Inhalte

E-Mail-Marketing
15. Juni 2026
Bestätigungsmail: Vorlagen, Beispiele & Anleitung
Entdecke, wie einfach es ist, eine automatisierte Bestätigungsmail einzurichten – mit Beispielen, Vorlagen und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
E-Mail-Marketing
15. Juni 2026
E-Mail-Betreff schreiben: 15 Beispiele für mehr Öffnungen
E-Mail-Betreffzeilen, die in Deutschland funktionieren. 15 sofort einsetzbare Vorlagen für mehr Reichweite und Engagement.
E-Mail-Marketing
6. Apr. 2026
Newsletter erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Entdecke, wie du in 7 einfachen Schritten einen DSGVO-konformen Newsletter erstellst und deine erste E-Mail-Kampagne launchst.