E-Commerce-Bewertungen prägen deine Marke entlang des gesamten Funnels. So sammelst und nutzt du sie, um deinen Umsatz zu steigern.
Warum Online-Bewertungen im E-Commerce so wichtig sind
Online-Bewertungen sind einer der wichtigsten Faktoren, wenn Käufer*innen entscheiden, ob sie zum ersten Mal bei einer Marke bestellen.
Bewertungen schaffen Vertrauen und Glaubwürdigkeit, die im E-Commerce unverzichtbar sind. Studien zeigen, dass die meisten Verbraucher*innen – besonders Gen Z und Millennials – Bewertungen als entscheidenden Bestandteil ihres Einkaufserlebnisses betrachten.
Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du mehr Bewertungen sammelst und daraus eine Feedback-Schleife aufbaust, die Kundenbindung stärkt und kosteneffizient neue Kund*innen gewinnt.
Erstkäufer*innen vertrauen auf die Erfahrungen anderer Kund*innen. Klaviyos Bericht zur Zukunft des Verbraucher-Marketings 2025 – für den über 8.000 Verbraucher*innen weltweit befragt wurden – zeigt: Kundenbewertungen sind der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, sich beim ersten Kauf für eine Marke zu entscheiden.
Das kostet Zeit und Mühe. Marken müssen eine systematische, authentische Strategie entwickeln, um Produktbewertungen zu sammeln, Bewertungen auf allen Kanälen sichtbar zu machen und treue Kund*innen zu belohnen, die hilfreiche und positive Bewertungen hinterlassen.
Leider versuchen manche Marken, Bewertungen zu fälschen. Deshalb hat die Federal Trade Commission (FTC) eine neue Regelung angekündigt, die gefälschte Bewertungen und Testimonials bekämpft, indem der Kauf und Verkauf solcher Inhalte verboten wird. Die Regelung ermöglicht der FTC außerdem, zivilrechtliche Strafen gegen Verstöße zu verhängen.
Vertrauen lässt sich nicht kaufen – aber du kannst es dir durch ein authentisches Bewertungsprogramm verdienen. Lies weiter und erfahre, wie das geht.
Was sind E-Commerce-Bewertungen?
E-Commerce-Bewertungen sind Kommentare, Meinungen und Einschätzungen von Nutzer*innen, die Erfahrungen mit einer E-Commerce-Marke gemacht haben – sei es mit einem Produkt, einer Dienstleistung oder dem Unternehmen selbst.
Einfacher gesagt: E-Commerce-Bewertungen sind jede Art von Feedback deiner Kund*innen über deinen Online-Shop:
- Schriftliche Kommentare
- Video- oder Foto-Testimonials
- Stern- oder Zahlenbewertungen
E-Commerce-Bewertungen gehören zu den benutzergenerierten Inhalten (UGC) und ermöglichen es deiner Zielgruppe, aktiv an deinem Marketing mitzuwirken.
Warum sind E-Commerce-Bewertungen für einen Online-Shop so wichtig?
„Bewertungen entstehen in einem einzigartigen Moment in der Marken-Kunden-Beziehung", sagt Mat Bingham (EN), ehemaliger Leiter der Technologiepartnerschaften bei Okendo. „Sie geben Kund*innen die Möglichkeit, der Marke direkt Feedback zu geben – und Marken haben die Chance, Daten direkt von den Kund*innen zu sammeln. Eine Win-win-Situation."
Hier sind vier Gründe, warum E-Commerce-Bewertungen für jeden Online-Shop unverzichtbar sind:
1. Bewertungen stärken Vertrauen und Glaubwürdigkeit deiner Marke
Als Marketer*in kannst du alle möglichen Versprechen über deine Produkte machen. Aber Marketing-Bilder und Positionierung haben ihre Grenzen. Die meisten Käufer*innen vertrauen den Bewertungen anderer Nutzer*innen mehr als der Werbung, die das Produkt verkaufen soll.
Klaviyos Bericht zur Zukunft des Verbraucher-Marketings zeigt: Gen Z und Millennials betrachten Bewertungen als den wichtigsten Aspekt des Einkaufserlebnisses.
„Kundenbewertungen zu sammeln", so Lindsey Arellano, ehemalige Direktorin für E-Mail und SMS bei CURIO, „ist ein unverzichtbarer Teil des Aufbaus eines positiven Online-Rufs für dein Unternehmen."
Echte Nutzer*innen haben in der Regel keinen nennenswerten Vorteil davon, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu loben. Ihre Meinungen spiegeln schlicht ihre tatsächliche Erfahrung wider – und das ist für andere Verbraucher*innen wesentlich glaubwürdiger als eine perfekt inszenierte Werbekampagne.
Mit Kundenbewertungen „nutzt du die Stimme deiner Kund*innen, nicht deine eigene", sagt Alexander Melone, Mitgründer von CodeCrew. „So vertrauenswürdig deine Marke auch sein mag – sie ist nicht so vertrauenswürdig wie jemand, der kein offensichtliches Interesse daran hat, dein Produkt zu bewerben."
„So vertrauenswürdig deine Marke auch sein mag – sie ist nicht so vertrauenswürdig wie jemand, der kein offensichtliches Interesse daran hat, dein Produkt zu bewerben." – Alexander Melone, Mitgründer, CodeCrew
2. Bewertungen gewinnen neue Kund*innen
Wenn Käufer*innen online nach Produkten suchen, fallen Einträge mit hohen Bewertungen sofort auf. Solche Bewertungen dienen als sozialer Beweis – und der macht eine Kaufentscheidung deutlich leichter.
Verbraucher*innen sind neuen Marken und Produkten gegenüber von Natur aus skeptisch. Sie brauchen eine Bestätigung, bevor sie zum ersten Mal kaufen. Aber wenn sie sehen, dass bereits Tausende andere den Schritt gewagt haben, fühlen sie sich in ihrer Entscheidung sicherer.
Es gibt einen Grund, warum viele E-Commerce-Marken ihre 5-Sterne-Bewertungen prominent in Social-Media-Anzeigen, E-Mail-Betreffzeilen, Produktauflistungen und Shopping-Feeds platzieren.
3. Bewertungen bringen Menschen zum Kauf
Bewertungen ziehen nicht nur potenzielle Neukund*innen an – sie helfen auch dabei, den Kauf abzuschließen.
Produktbewertungen funktionieren, weil sie konkrete Bedenken ansprechen, die potenzielle Käufer*innen vom Kauf abhalten könnten. Eine Bewertung kann beispielsweise bestätigen, dass ein Pullover wirklich weich genug für empfindliche Haut ist, dass ein Spielzeug robust genug für aktive Kleinkinder ist oder dass ein Gadget einfach genug zu bedienen ist.
Selbst eine gelegentliche negative Bewertung spielt bei der Kaufentscheidung eine wertvolle Rolle. Eine durchdachte negative Bewertung, die konkrete Probleme benennt, hilft anderen Käufer*innen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Und deine Antwort auf diese negative Bewertung zeigt potenziellen Kund*innen, wie dein Unternehmen mit Problemen umgeht.
Ohne Bewertungen auf deinen Produktseiten verlangst du von Kund*innen einen Vertrauensvorschuss. Den geben die wenigsten. Stattdessen kaufen sie dort, wo sie sich von anderen Käufer*innen leiten lassen können.
4. Bewertungen verbessern die Produktentwicklung
Eine schlechte Bewertung lässt sich vielleicht noch als Einzelmeinung abtun. Aber mehrere schlechte Bewertungen deuten auf ein tatsächliches Problem hin.
Wie Melanie Balke, CEO von The Email Marketers, es treffend formuliert: „Bei Bewertungen geht es nicht nur darum, positive Bewertungen zu sammeln, die du auf deiner Website zeigen kannst. Es geht auch darum, Kundenfeedback zu erhalten, mit dem du dein Produkt oder dein Kundenerlebnis verbessern kannst."
„Bei Bewertungen geht es nicht nur darum, positive Bewertungen zu sammeln, die du auf deiner Website zeigen kannst. Es geht auch darum, Kundenfeedback zu erhalten, mit dem du dein Produkt oder dein Kundenerlebnis verbessern kannst." – Melanie Balke, CEO, The Email Marketers
Im E-Commerce ist Wahrnehmung alles. Negative Bewertungen sind zwar enttäuschend, zeigen dir aber, wo du im Kundenservice und im Produktangebot noch besser werden kannst.
Arellano empfiehlt, Bewertungen als Quelle für „Kunden-Insights und Feedback" zu nutzen. Marken können „das Feedback aus Bewertungen analysieren, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren und ihre Produkte oder Dienstleistungen entsprechend anzupassen", sagt sie.
Und damit schließt sich der Kreis zurück zum Thema Vertrauen. Arellano ergänzt: „Indem Marken auf alle Bewertungen reagieren – ob positiv oder negativ – zeigen sie, dass sie Kundenfeedback wertschätzen und bereit sind, auf Probleme oder Bedenken einzugehen. Das hilft dabei, Vertrauen und Loyalität bei den Kund*innen aufzubauen."
„Indem Marken auf alle Bewertungen reagieren – ob positiv oder negativ – zeigen sie, dass sie Kundenfeedback wertschätzen und bereit sind, auf Probleme oder Bedenken einzugehen. Das hilft dabei, Vertrauen und Loyalität bei den Kund*innen aufzubauen." – Lindsey Arellano, ehemalige Direktorin für E-Mail und SMS, CURIO
Wie du Kundenbewertungen für deinen Online-Shop sammelst
Laut BrightLocal ist der Hauptgrund, warum Kund*innen keine Bewertungen hinterlassen, dass das gesamte Kundenerlebnis nicht besonders genug war, um darüber zu schreiben.
Mit anderen Worten: Zufriedene Kund*innen hinterlassen eher eine positive Bewertung – und umgekehrt. Ein durchschnittliches Erlebnis reicht aber nicht aus. Die beste Strategie, um Produktbewertungen zu sammeln, beginnt also damit, von Anfang an ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen.
Aber selbst zufriedene Kund*innen hinterlassen nicht immer eine positive Bewertung. Manchmal brauchen sie einen kleinen Anstoß.
Hier sind ein paar bewährte Wege, um deine Kund*innen dazu zu bewegen, eine Online-Bewertung zu hinterlassen:
Trage deinen Online-Shop in Bewertungsportale ein
Der BrightLocal-Bericht 2025 zeigt, dass 83 % der Verbraucher*innen Google-Bewertungen lesen, bevor sie bei einer Marke einkaufen – ein klarer Hinweis darauf, wie wichtig es ist, Google-Bewertungen zu sammeln. Das liegt vor allem daran, dass Google Bewertungen direkt in den Suchergebnissen anzeigt, ohne Käufer*innen auf eine Drittanbieter-Website weiterzuleiten.
Je nach Branche kann es sich aber auch lohnen, deinen E-Commerce-Shop auf weiteren seriösen Bewertungsportalen einzutragen, zum Beispiel:
- Online-Marktplätze wie Amazon, Etsy oder eBay
- Trustpilot
- Consumer Reports
- ConsumerAffairs
- Google Business
- Tripadvisor
- Influenster
- Trustspot
- Yelp
- PowerReviews
Viele E-Commerce-Plattformen wie Shopify, BigCommerce und Adobe Commerce bieten eine native Bewertungsfunktion an, mit der Kund*innen direkt in deinem Online-Shop Bewertungen hinterlassen können.
Wenn diese Lösungen für deine Anforderungen zu eingeschränkt sind, kannst du auch auf Drittanbieter-Bewertungstools zurückgreifen.
Klaviyo bietet zum Beispiel Klaviyo Reviews (EN) an – ein Add-on-Produkt, das E-Commerce-Marken dabei hilft, ein nahtloses Bewertungserlebnis direkt in der Klaviyo-Plattform zu schaffen.
Mit Klaviyo Reviews – das Daten aus deinen Bewertungen auf Kundenprofilebene erfasst – können E-Commerce-Marken:
- Bewertungsanfragen mit Flows automatisieren, die E-Mail und SMS umfassen.
- Erkenntnisse aus individuellen Fragen für Personalisierung und Segmentierung nutzen.
- Bewertungen und Q&As ganz einfach auf der Website einbinden, um den Umsatz zu steigern.
Anders als andere Drittanbieter-Bewertungslösungen, die schwer einzurichten sind und nicht immer integriert werden können, ist Klaviyo Reviews direkt in das Klaviyo B2C CRM eingebunden – dort, wo auch alle Kundendaten sowie E-Mail- und SMS-Automatisierungen zusammenlaufen.
Richte eine Post-Purchase-E-Mail-Automatisierung ein
Deine eigenen Marketing-Kanäle sind ein hervorragender Weg, um Kundenbewertungen für deinen Online-Shop zu sammeln. Auf die Frage, welche Methoden zur Bewertungsanfrage sie eher dazu bringen würden, eine Bewertung zu hinterlassen, nannten die von BrightLocal befragten Verbraucher*innen folgendes:
- Per E-Mail: 40 %
- Persönlich, während des Kaufs: 27 %
- Über Social Media: 27 %
- Per SMS: 27 %
- Auf einem Kassenbon oder einer Rechnung: 20 %
E-Mail ist also nach wie vor die effektivste Methode, um Kund*innen zur Abgabe einer Bewertung zu motivieren. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du das angehen kannst.
Die Bewertungsanfrage-E-Mail
Eine Bewertungsanfrage-E-Mail ist eine Art Post-Purchase-E-Mail, die kürzlich kaufende Kund*innen darum bittet, eine Bewertung zu ihrer Erfahrung mit deiner Marke oder einem gerade gekauften Produkt zu schreiben.
Die gute Nachricht: Diese E-Mails kannst – und solltest – du automatisieren.
Klaviyo empfiehlt, „Bestellung erfüllt" als Auslöser für die Post-Purchase-Bewertungsanfrage-E-Mail zu verwenden und eine Zeitverzögerung einzubauen. So stellst du sicher, dass Kund*innen die E-Mail nicht nur nach der Lieferung erhalten, sondern auch erst dann, wenn sie das Produkt bereits ausprobiert haben.
Du kannst auch zusätzliche Filter einrichten, um bestimmte Zielgruppensegmente anzusprechen, zum Beispiel:
- Kund*innen mit hohem Kaufumsatz: Sende Bewertungsanfragen nur an Kund*innen, die kürzlich einen hochpreisigen Artikel gekauft haben.
- VIPs: Sende Bewertungsanfragen nur an Kund*innen, die einen bestimmten Lifetime Value bei deinem Unternehmen erreicht haben.
- Zweitkäufer*innen: Melanie Balke, CEO von The Email Marketers, empfiehlt, Bewertungsanfragen „nach dem zweiten Kauf zu senden, weil du zu diesem Zeitpunkt weißt, dass es sich um zufriedene Kund*innen handelt."
Egal, wen du um eine Bewertung bittest – das Timing ist absolut entscheidend. „Nichts ist für Kund*innen frustrierender als eine Bewertungsanfrage für ein Produkt, das sie noch nicht mal erhalten haben", sagt Brandon Amoroso, Gründer von Electriq (übernommen von DRINKS.com).
„Nichts ist für Kund*innen frustrierender als eine Bewertungsanfrage für ein Produkt, das sie noch nicht mal erhalten haben." – Brandon Amoroso, Gründer, Electriq
Der ideale Zeitpunkt für eine Bewertungsanfrage kann je nach Branche und Produkt stark variieren. Bei Lebensmitteln und Getränken zum Beispiel „können Kund*innen das Produkt recht schnell probieren und entscheiden, ob es ihnen schmeckt – eine Bewertungsanfrage ein paar Tage nach dem Erhalt wäre hier eine gute Strategie", sagt Lindsay Kolinsky, Marketing-Direktorin bei Okendo.
Bei Hautpflege „kann es bis zu 4–6 Wochen dauern, bevor Kund*innen die Wirkung des Produkts wirklich bemerken", erklärt Kolinsky. In diesem Fall „ist es möglicherweise besser, die Bewertungsanfrage nach einem längeren Zeitraum zu senden."
Generell solltest du die Post-Purchase-Bewertungsanfrage „nach einer normalen Anzahl von Tagen nach der Lieferung senden – also nachdem Kund*innen das Produkt mindestens einmal genutzt haben, aber nicht so spät, dass sie den Kauf längst vergessen haben", sagt Bailey Sigmon, Customer Journey Manager bei CommentSold.
„Arbeite rückwärts von deiner typischen Customer Journey aus, um den idealen Zeitpunkt für Bewertungsanfragen zu finden", sagt Dylan Kelley, Gründer und CEO von Wavebreak. „Das ist für jede Marke anders."
„Teste kürzere und längere Zeitfenster im A/B-Test. Siehst du einen Unterschied? Teste weiter, bis du den Sweet Spot gefunden hast." – Peyton Fox, Agenturinhaber und E-Mail-Stratege, Spark Bridge Digital
Den idealen Zeitpunkt zu finden, erfordert möglicherweise etwas Ausprobieren. „Nutze deine Daten zu deinem Vorteil", sagt Peyton Fox, Agenturinhaber und E-Mail-Stratege bei Spark Bridge Digital. „Ich empfehle, ein Standardfenster von 14 Tagen nach der Lieferung zu testen und deine Einreichungsrate zu beobachten. Teste danach kürzere und längere Zeitfenster im A/B-Test. Siehst du einen Unterschied? Teste weiter, bis du den Sweet Spot gefunden hast."
Die Kundenfeedback-Umfrage
Das Ziel der Kundenfeedback-Umfrage ist es, den Feedback-Prozess für deine Kund*innen zu vereinfachen. Anstatt ihnen eine Anfrage zu schicken, eine Bewertung von Grund auf zu verfassen, nimmst du ihnen die kreative Arbeit ab und sendest stattdessen eine Umfrage.
Kundenfeedback-Umfragen erfordern auf deiner Seite etwas mehr Planung und Vorbereitung, weil du verstehen musst, welche Art von Feedback für deine Marke konkret am nützlichsten wäre. Weniger ist hier mehr. Du könntest Kund*innen zum Beispiel bitten:
- ihr Gesamterlebnis mit deiner Marke zu bewerten – entweder auf einer Zahlenskala oder mit visuellen Icons (Emojis oder Daumen hoch/runter)
- das gerade gekaufte Produkt nach bestimmten Eigenschaften wie Passform, Farbe und Qualität zu bewerten
- ihr Kundensupport-Erlebnis zu bewerten
- aus verschiedenen Multiple-Choice-Optionen zu wählen, um ihr Erlebnis mit deiner Marke oder deinem Produkt zu beschreiben
- zu bestätigen, ob sie in Zukunft wieder bei deiner Marke kaufen würden
- zu bestätigen, ob sie deine Marke weiterempfehlen würden
Kundenbefragungen sind außerdem eine hervorragende Gelegenheit, Zero-Party-Daten zu sammeln. Bei Hautpflege-Marken fragt Amorosos Agentur die Kund*innen zum Beispiel „nach Geschlecht, Hauttyp und Alter, um diese Daten für die Segmentierung in unserer Remarketing-Strategie zu nutzen."
„Bewertungen sind eine tolle Quelle für Produkt-Feedback und sozialen Beweis – aber sie sind auch ein unschätzbar wertvoller Weg, um Zero-Party-Daten über deine Kund*innen zu sammeln." – Lindsay Kolinsky, Marketingdirektorin, Okendo
„Bewertungen sind eine tolle Quelle für Produkt-Feedback und sozialen Beweis – aber sie sind auch ein unschätzbar wertvoller Weg, um Zero-Party-Daten über deine Kund*innen zu sammeln", sagt Kolinsky. „Viele Marken sammeln Kundenattribute in ihren Bewertungen, erkennen aber nicht die volle Kraft dieser Daten für den Aufbau personalisierter Erlebnisse."
Biete Anreize im Austausch für eine Bewertung
Hier ist Vorsicht geboten. Es gilt generell als akzeptabel, Kund*innen für ihr Feedback zu belohnen – solange du keine positive Bewertung als Voraussetzung für den Anreiz verlangst. Gängige Anreize für Bewertungen sind:
- Rabatte oder Gutscheincodes
- Gratisprodukte
- Frühzeitiger Zugang zu neuen Produkten
- Zugang zu exklusiven Inhalten
- Treuepunkte oder Bonuspunkte
Aber auch hier gilt: Teste, was am besten funktioniert. „Marken sollten immer darauf achten, nicht zu viel zu rabattieren – das lässt sich mit einfachen bedingten Splits in einem Klaviyo-Flow lösen", sagt Ben Zettler, Gründer von Zettler Digital.
„Marken sollten immer darauf achten, nicht zu viel zu rabattieren – das lässt sich mit einfachen bedingten Splits in einem Klaviyo-Flow lösen." – Ben Zettler, Gründer, Zettler Digital
Es ist also möglicherweise gar nicht nötig, jeder Kundin und jedem Kunden bei jeder Bewertung einen Anreiz anzubieten. Du könntest zum Beispiel mit gestaffelten Anreizen je nach Qualität der Bewertung experimentieren:
- Nur-Text-Bewertung: Zugang zu einem exklusiven Podcast oder Video
- Bewertung mit Bild: Gratisprodukt beim nächsten Kauf
- Bewertung mit Video: 15 % Rabatt auf den nächsten Kauf
Oder du könntest „Nutzer*innen nur dann zu einer Bewertung motivieren, wenn sie noch keine hinterlassen haben", sagt Zettler. „Für diejenigen, die bereits Bewertungen hinterlassen haben, schicke einen Brief vom Gründer oder der Gründerin oder gib ihnen die Chance, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Geldrabatte sind nicht immer die beste Lösung."
„Geldrabatte sind nicht immer die beste Lösung." – Ben Zettler, Gründer, Zettler Digital
Du hast die Bewertungen gesammelt – und jetzt?
Wenn du erst einmal weißt, was deine Kund*innen über deine Marke und deine Produkte sagen, nutze dieses Feedback, um nicht nur deine Produkte und Services zu verbessern, sondern auch in deiner digitalen Kommunikation die Sprache deiner Kund*innen zu sprechen.
Mehr dazu, was du mit gesammelten Kundenbewertungen anfangen kannst, findest du in unserem ausführlichen Leitfaden zur Nutzung von Kundenbewertungen im Marketing. Hier sind schon mal ein paar übergeordnete Ideen:
Zeige Bewertungen in deinem Online-Shop – und optimiere ihn für Mobilgeräte
Klaviyos Bericht zur Zukunft des Verbraucher-Marketings zeigt: Der häufigste Weg, auf dem Verbraucher*innen bei E-Commerce- und Einzelhandelsmarken kaufen, ist die mobile Website. Aufgeschlüsselt nach Kanal kaufen 53 % der Verbraucher*innen über mobile Websites, gegenüber 43 %, die im Laden kaufen, 40 %, die über eine Desktop-Website kaufen, und 33 %, die über Marketplaces kaufen.
Deine Website ist also nach wie vor wichtig – aber sie muss auf mobile Käufer*innen ausgerichtet sein.
Kundenbewertungen lassen sich direkt auf deinen Produktseiten einbinden, wie Compass Coffee es macht. Du kannst sie aber auch an anderen Stellen deiner Website platzieren. Die Damenmodemarke Pink Lily widmet zum Beispiel eine ganze Landingpage ihres Online-Shops aktuellen Kundenbewertungen.
Nutze Bewertungen in Social Media
Deine Social-Media-Follower*innen wollen verstehen, wie deine Produkte echten Menschen helfen. Kundenbewertungen in deine Social-Media-Aktivitäten und deine gesamte CRM-Strategie einzubinden, macht genau das sichtbar. Das kann zum Beispiel so aussehen:
- Video-Testimonials von Kund*innen auf Instagram oder TikTok teilen
- Kommentare, die Kund*innen über deine Marke oder Produkte hinterlassen haben, auf deinen Social-Media-Kanälen zitieren
- Mit Influencer*innen zusammenarbeiten, die deine Produkte auf TikTok, Instagram oder YouTube vorstellen
Hebe Bewertungen in bezahlten Anzeigen hervor
Bezahlte Werbung ist ein besonders wirkungsvolles Mittel, um Kundenbewertungen in deinen Marketing-Maßnahmen einzusetzen.
Laut Kolinsky „kann die Integration von UGC in deine bezahlten Marketing-Creatives qualifizierten Traffic auf deine Website lenken und den Return on Ad Spend (ROAS) steigern."
„Die Integration von UGC in deine bezahlten Marketing-Creatives kann qualifizierten Traffic auf deine Website lenken und den Return on Ad Spend steigern." – Lindsay Kolinsky, Marketingdirektorin, Okendo
Binde Bewertungen in dein E-Mail- und SMS-Marketing ein
UGC wie Kundenbewertungen „kann auch die Wirkung deiner E-Mail- und SMS-Marketing-Strategie an entscheidenden Conversion-Punkten in der Customer Journey steigern", sagt Kolinsky. Denk dabei an Welcome-Serien (EN), Warenkorbabbruch-E-Mails und Cross-Selling- oder Upselling-E-Mails mit Produktempfehlungen.
„Suche nach Bewertungen, die aus der Masse herausstechen – in der Sprache, im Inhalt – und nutze sie dann in deinen Warenkorbabbruch-Aktionen." – Kathryn Browning, Marketing Director, Justuno
„Suche nach Bewertungen, die aus der Masse herausstechen – in der Sprache, im Inhalt – und nutze sie dann in deinen Warenkorbabbruch-Aktionen", sagt Kathryn Browning, Marketing Director bei Justuno. „Doppelte Punkte, wenn du es auf die Artikel im Warenkorb herunterbrichst, die zur jeweiligen Bewertung passen."
E-Commerce-Bewertungen: Lass deine Kund*innen für dich sprechen
Wie du Bewertungen sammelst und was du langfristig damit machst, kann sich im Laufe der Zeit je nach deinen Unternehmenszielen verändern.
„Willst du Bewertungen nutzen, um bestimmte Produkte gezielt zu bewerben? Oder suchst du wirklich nach ehrlichem Feedback? Die Antwort kann sich in jeder Phase eines Unternehmens verändern", sagt Melone.
„Echte, harte, nicht immer schmeichelhafte Erkenntnisse von deinen Kund*innen zu sammeln, ist immer wertvoll." – Alexander Melone, Mitgründer, CodeCrew
„An einem bestimmten Punkt in der Geschichte deines Unternehmens wird das Sammeln von Bewertungen, die du über deine Marketing-Kanäle verbreiten kannst, mit Abstand die wertvollste Nutzung deiner Zeit sein", fährt Melone fort. „Aber echte, harte, nicht immer schmeichelhafte Erkenntnisse von deinen Kund*innen zu sammeln, ist immer wertvoll."
„Durch die Umsetzung dieser fortgeschrittenen Bewertungsstrategien", sagt Arellano, „können Marken nicht nur ihren Online-Ruf verbessern, sondern auch wertvolle Kunden-Insights gewinnen und stärkere Beziehungen zu ihren Kund*innen aufbauen."
Bewertungen sind wirkungsvoll – aber am effektivsten, wenn sie in deine gesamte Marketing- und Kundenbindungsstrategie integriert sind.
Als das B2C CRM auf dem Markt hilft Klaviyo dir dabei, Bewertungen mit E-Mail, SMS und anderen Touchpoints entlang der Customer Journey zu verknüpfen. Mit einheitlichen Kundendaten kannst du Kund*innen anhand ihrer Bewertungseinschätzung segmentieren, personalisierte Follow-ups an Bewertende senden und ihr Feedback in deine Produktentwicklung und deine Marketing-Botschaften einfließen lassen.
FAQs zu E-Commerce-Bewertungen
Wo kann ich Kundenbewertungen für meinen Online-Shop sammeln?
Kundenbewertungen lassen sich über verschiedene Kanäle sammeln – angefangen damit, deine Marke in Bewertungsportalen einzutragen. Viele E-Commerce-Plattformen bieten außerdem entweder eine native Bewertungsfunktion oder Integrationen mit Drittanbieter-Bewertungsplattformen an, die es Kund*innen leicht machen, Bewertungen direkt auf deinen Produktseiten zu hinterlassen und zu lesen. Eine der effektivsten Methoden, um Produktbewertungen zu sammeln, ist jedoch eine Post-Purchase-E-Mail-Automatisierung.
Wie belohnt man Kund*innen für ihr Feedback?
Kund*innen für ihr Feedback zu belohnen, gilt generell als akzeptabel – solange du keine positive Bewertung als Voraussetzung für den Anreiz verlangst. Gängige Anreize sind Rabatte oder Gutscheincodes, Gratisprodukte, frühzeitiger Produktzugang sowie Treuepunkte oder Bonuspunkte.
Wie solltest du auf negative Bewertungen antworten?
Bleib sachlich und werde nicht defensiv. Personalisiere deine Antwort, bedanke dich bei der Person für ihre Ehrlichkeit, entschuldige dich aufrichtig, beantworte offene Fragen und biete an, sie mit dem Kundensupport zu verbinden. Versuche vor allem, auf alle negativen Bewertungen innerhalb einer Woche zu reagieren – und unterdrücke niemals negative Bewertungen.