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Was sind Produktbewertungen?

Als bevorzugte Quelle festlegen

Eine Produktbewertung ist das schriftliche oder visuelle Feedback von Kund*innen zu einem gekauften Artikel. Produktbewertungen werden in der Regel über verschiedene Kanäle geteilt, zum Beispiel auf Websites, in Social-Media-Accounts und per E-Mail.

Aber Produktbewertungen sind mehr als nur Dekoration. Klaviyos Bericht zur Zukunft des Verbraucher-Marketings zeigt: Bewertungen beeinflussen eine Erstkaufentscheidung stärker als wettbewerbsfähige Preise oder sogar Rabatte.

Strategisch eingesetzt helfen Produktbewertungen B2C-Marken dabei, personalisiertere Erlebnisse zu schaffen, mehr Umsatz zu generieren und ihre Produktentwicklung sowie den Kundenservice gezielt zu verbessern.

Warum sind Produktbewertungen wichtig?

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Produktbewertungen nur beim ersten Kauf eine Rolle spielen. So wirken sich positive Bewertungen kurz- und langfristig auf den Geschäftserfolg aus:

Mehr Neukund*innen und stärkere Kundenbindung

Der Zusammenhang zwischen Produktbewertungen und Neukundengewinnung liegt auf der Hand: Erfahrungsberichte anderer Käufer*innen führen zu schnelleren Erstkäufen.

Aber auch für die Kundenbindung spielen Produktbewertungen eine entscheidende Rolle, wie Klaviyos Bericht zur Zukunft des Verbraucher-Marketings zeigt. Selbst wenn Kund*innen eine Marke bereits kennen, gehören Bewertungen immer noch zu den zwei wichtigsten Faktoren bei ihrer Kaufentscheidung.

In bestimmten Branchen sind Produktbewertungen sogar der wichtigste Faktor für einen Wiederkauf. So gibt beispielsweise fast ein Viertel der Restaurantbesucher*innen (24 %) an, dass Kundenbewertungen der Hauptgrund für eine erneute Reservierung waren.

Mehr Vertrauen und Loyalität

Wer Produktbewertungen entlang der gesamten Customer Journey zeigt, signalisiert damit Selbstvertrauen in das eigene Angebot. Das schafft Vertrauen bei den Verbraucher*innen, die stets nach Anhaltspunkten suchen, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung ihr Geld wert ist.

Mit Bewertungsdaten lassen sich Kund*innen danach segmentieren, ob sie eine Bewertung abgegeben haben, wie hoch ihre Bewertung war und sogar welche Stimmung dahintersteckt – positiv oder negativ. Auf dieser Basis können dann personalisierte Nachrichten verschickt werden, die auf die Qualität der Bewertung abgestimmt sind. Angesichts der Tatsache, dass laut dem genannten Klaviyo-Report 74 % der Verbraucher*innen erwarten, dass mehr Marken personalisierte Erlebnisse bieten, ist diese Art der Segmentierung für B2C-Marken heute unverzichtbar.

Wertvolleres Feedback

Produktbewertungen sind eine unschätzbare Quelle für Kundenfeedback.

Positive Bewertungen zeigen, welche Produkte bei der Kundschaft besonders gut ankommen und geben so Orientierung, wo das Marketing-Budget sinnvoll eingesetzt wird. Negative Bewertungen decken Schwachstellen im Kundensupport auf und liefern wertvolle Erkenntnisse für die Produktentwicklung.

Wenn zum Beispiel auffällig viele Bewertungen die Farbe einer Tasche bemängeln, weil sie nicht mit den Produktfotos übereinstimmt, ist das vielleicht genau das Feedback, das gebraucht wird, um die Bilder zu aktualisieren.

Mit dem richtigen Prozess entsteht ein Kreislauf, in dem das Team Feedback sammelt, Maßnahmen ergreift und im besten Fall noch mehr positive Bewertungen erhält.

Was macht eine gute Produktbewertung aus?

Nicht alle Produktbewertungen sind gleich. Bewertungen, die Kaufentscheidungen wirklich beeinflussen, sollten folgende Elemente enthalten:

Authentisches Kundenfeedback

Echte Produktbewertungen sind keine Influencer-Kampagnen. Sie müssen ungesponsorte, organische Einschätzungen von verifizierten Kund*innen enthalten. Gerade diese ungefilterte Ehrlichkeit ist es, die Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufbaut.

Prägnante Überschriften

Bewertungsüberschriften fassen den Inhalt einer Bewertung in einer Zeile zusammen, Das ist besonders wichtig auf Seiten mit vielen Bewertungen. Eine kurze Überschrift wie „hochwertige Materialien“ oder „die bequemsten Schuhe, die ich je hatte“ gibt Käufer*innen auf einen Blick ein Gefühl für die Gesamtstimmung, ohne die ganze Bewertung lesen zu müssen.

Gib Kund*innen die Möglichkeit, ihre eigene Überschrift zu verfassen. Oder noch besser: Nutze generative KI, um Überschriften vorzuschlagen, die auf dem Inhalt der Bewertung basieren – mit mehreren Optionen zur Auswahl.

Klare Bewertungssysteme

Ähnlich wie Überschriften ermöglicht ein übersichtliches Bewertungssystem schnelle Einschätzungen zu deinen Produkten. Eine 5-Sterne-Skala oder eine „Empfehle ich weiter / Empfehle ich nicht weiter“-Option kann dazu einladen, ausführlichere Bewertungen zu lesen – besonders wenn auch transparent gemacht wird, auf wie vielen Bewertungen die Gesamtnote basiert.

Nützliche demografische Angaben

Gib Kund*innen die Möglichkeit, bestimmte demografische Informationen anzugeben, zum Beispiel Alter, Größe oder Gewicht. Das ist besonders bei Kleidung wichtig, wo die Passform stark variieren kann. Bei bestimmten Beauty-Produkten kann auch die Angabe des Hauttons sinnvoll sein, damit andere sich in den Bewertungen wiederfinden können.

Achte dabei darauf, dass die angebotenen demografischen Angaben zum jeweiligen Produkt passen. Was für eine Modemarke sinnvoll ist, muss für eine Küchenmarke nicht unbedingt relevant sein.

Hochwertige Bilder

Wenn es bei deinen Produkten darauf ankommt, sie im Alltag zu sehen, solltest du aktiv dazu einladen, Bewertungen mit Fotos einzureichen. Das funktioniert besonders gut bei Wohndekor oder Mode. Als Bonus lassen sich solche Bilder auch als hochwertiger benutzergenerierter Inhalt weiterverwenden.

So sammelst du Produktbewertungen

Zwar hinterlassen manche Kund*innen von sich aus Produktbewertungen, die große Mehrheit tut es aber nicht. Deshalb braucht es einen durchdachten Prozess, um hochwertige Bewertungen zum richtigen Zeitpunkt einzuholen. Klaviyo empfiehlt Folgendes:

Schritt 1: Bewertungsanfragen automatisieren

Ab einer gewissen Unternehmensgröße ist es nicht mehr möglich, Bewertungsanfragen manuell zu skalieren. So lassen sich die wichtigsten Schritte automatisieren:

  • Timing: Die Bewertungsanfrage sollte das Lieferdatum und die Produktnutzung berücksichtigen. Schicke die Anfrage raus, nachdem das Produkt tatsächlich angekommen ist und noch frisch im Gedächtnis ist – aber auch erst, nachdem die Kundschaft die Chance hatte, es auszuprobieren. Das ist der Sweet Spot für durchdachte, hochwertige Bewertungen.
  • Kanäle: Richte die Bewertungsanfrage so ein, dass sie über den bevorzugten Kanal der Kund*innen verschickt wird. Wer zum Beispiel SMS-Kommunikation bevorzugt, bekommt die Anfrage lieber per Textnachricht als per E-Mail – mit E-Mail als Follow-up, falls keine Reaktion kommt.
  • Cross-Selling- und Upselling-Möglichkeiten: Betrachte die Bewertungsanfrage als Teil eines Flows. Wer eine gute Bewertung hinterlässt, ist vielleicht offen für Cross-Selling oder Upselling. Klaviyo bietet acht vorgefertigte automatisierte Review-Flow-Vorlagen, mit denen du Bewertungsanfragen als personalisiertes Erlebnis gestalten kannst – statt als einmalige Kommunikation.

Schritt 2: Bewertungen verifizieren

Bot-generierte Bewertungen sind ein sicherer Weg, das Vertrauen der Kundschaft zu verspielen. Stelle sicher, dass deine Bewertungen verifiziert sind, indem du sie mit echten E-Mail-Adressen und Bestellprofilen verknüpfst. Klaviyo verifiziert Bewertungen zum Beispiel dann, wenn:

  • Kund*innen eine Bewertung über einen Link in einer Bewertungsanfrage einreichen.
  • Kund*innen eine Bewertung manuell über eine E-Mail-Adresse einreichen, die mit einer früheren Bestellung des jeweiligen Produkts verknüpft ist.
  • eine Marke eine Liste verifizierter Bewertungen von einer früheren Plattform hochlädt.

Schritt 3: Bewertungen synchronisieren und anzeigen

Erhöhe die Reichweite deiner Bewertungen, indem du Google Bewertungen einbindest, denn Google zeigt Bewertungen direkt in den Suchergebnissen an, sodass Käufer*innen keine Drittanbieter-Website aufrufen müssen. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum 83 % der Verbraucher*innen Google-Bewertungen prüfen, bevor sie mit einer Marke Geschäfte machen.

Außerdem kannst du deine Bewertungen mit Shopify und anderen Multi-Store-Plattformen synchronisieren, um mehr Traffic auf deine Website zu lenken und Shopify Produktbewertungen für dein Marketing zu nutzen.

Indem du Produktbewertungen strategisch an wichtigen Touchpoints der Customer Journey platzierst, steigerst du die Conversion-Rate deutlich und baust Vertrauen bei Verbraucher*innen auf – auch außerhalb deiner eigenen Marketing-Kanäle.

Schritt 4: Nachfassen

Wenn sich Kund*innen die Zeit nehmen, eine Produktbewertung zu hinterlassen, solltest du immer mit einer personalisierten Antwort nachfassen.

Happy Wax, ein flammenfreies Raumduft-System, setzt dafür auf personalisierte Follow-up-Flows für Bewertungen. Hinterlässt jemand eine Bewertung mit drei Sternen oder weniger, wird das Customer-Service-Team benachrichtigt und meldet sich mit einem kostenlosen Duftangebot. Dank dieser individualisierten Flows verzeichnete Happy Wax in den ersten 100 Tagen nach der Einführung ein Wachstum von 27 % gegenüber dem Vorjahr (EN) bei eingereichten Bewertungen.

Hinterlässt jemand hingegen eine 5-Sterne-Bewertung, kannst du mit einem Dankeschön-Rabatt oder einem ähnlichen Anreiz nachfassen.

Schritt 5: Daten in Maßnahmen umwandeln

Ein zentraler Bestandteil des Prozesses zum Sammeln von Kundenbewertungen ist es, auf Basis der gesammelten Daten zu handeln. Du kannst Metriken wie Antwortraten, Gesamtanzahl der Bewertungen und Bewertungstrends im Blick behalten, um deinen Ansatz kontinuierlich zu verbessern. Mit Bewertungsdaten lassen sich außerdem Kund*innen segmentieren und Nachrichten personalisieren.

Wer das Maximum aus seinen Daten herausholen möchte, sollte ein KI-gestütztes Tool für eine Review-Sentiment-AI-Analyse einsetzen. Das hilft dabei, Muster zu erkennen, die sonst leicht übersehen werden.

Ein Beispiel: Du bringst eine neue Jeans-Kollektion auf den Markt und möchtest wissen, wie die Kundschaft sie aufnimmt. Mit KI lassen sich alle Bewertungen seit dem Produktlaunch scannen und wiederkehrende Themen im Feedback identifizieren – etwa zu Größe, Passform und Qualitätserwartungen.

So setzt du Produktbewertungen clever ein

Produktbewertungen sind ein Omnichannel-Marketing-Tool. Wenn du noch unsicher bist, wo und wie du dein Kundenfeedback einsetzen sollst, fang mit einem dieser Kanäle an:

Website

Der klassischste Weg, Produktbewertungen zu präsentieren, ist die eigene Website. Die meisten Marken haben auf jeder Produktseite einen eigenen Bereich für Bewertungen. Andere widmen ihnen eine ganze Unterseite. Nutze Heatmaps, Website-Auswertungen und A/B-Tests, um herauszufinden, welcher Ansatz für deine Marke am besten funktioniert.

Social Media

Positive Bewertungen lassen sich auch organisch über deine Social-Media-Kanäle teilen. Das ist eine tolle Möglichkeit, Follower*innen auf Instagram oder TikTok auf deine Website aufmerksam zu machen. Da visuelle Plattformen wie Instagram und TikTok stark auf Bilder und Videos setzen, sind sie der ideale Ort für benutzergenerierte Inhalte rund um Produktbewertungen.

Werbeanzeigen

Anzeigen, die auf echten Kundenbewertungen basieren, sind nicht nur günstig in der Produktion, sondern auch sehr wirkungsvoll für den Vertrauensaufbau. Wer über ein knappes Budget verfügt, sollte überlegen, einen gewissen Betrag in schlichte Grafiken zu investieren, die die besten und prägnantesten Bewertungen hervorheben. Die Klickraten werden vielleicht überraschen.

E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing eignet sich hervorragend, um Produktbewertungen zu präsentieren, denn hier lassen sich die Inhalte für jedes Zielgruppensegment individuell anpassen. Hat dein B2C CRM zum Beispiel erfasst, dass jemand innerhalb einer Woche mehrfach dieselbe Produktseite besucht hat, kannst du die Browse-Abandonment-E-Mail so personalisieren, dass sie eine passende Bewertung zu genau diesem Produkt enthält.

Dafür müssen allerdings Datenerfassung, E-Mail-Automatisierung und das Sammeln von Produktbewertungen in einer Plattform zusammengeführt werden. Creekside Nursery hat zum Beispiel E-Mail, SMS und Bewertungen zentralisiert (EN) – alles auf einer Plattform – und ist damit in der Lage, bestimmte Bewertungstypen gezielt verschiedenen Zielgruppensegmenten zuzuordnen.

Wie ein B2C CRM dein Bewertungsmanagement auf das nächste Level bringt

Um Bewertungen kanalübergreifend wirklich zu nutzen, brauchen Marken eine Möglichkeit, den Bewertungsprozess mit der Marketing-Kommunikation zu verzahnen. Ein B2C CRM verbindet Kundendaten, Bewertungen und Marketing-Aktivitäten an einem Ort und macht es einfacher, aus Kundenfeedback konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Klaviyo ist das CRM, das speziell für B2C-Marken entwickelt wurde. Von vorgefertigten automatisierten Review-Flow-Vorlagen über individuelle Bewertungsfragen bis hin zu KI-gestützten Überschriften – Klaviyo B2C CRM ist die Review-Management-Software, die den gesamten Prozess vereinfacht: vom Sammeln von Kundenbewertungen über die Auswertung bis hin zur kanalübergreifenden Nutzung deiner Produktbewertungen.

Starte noch heute mit Klaviyo und hol mehr aus deinen Produktbewertungen heraus.